Anziehend Blogserie Teil 3

Von Jessi|Januar 21, 2020|Allgemein, Thema Anziehend|

Strickkollektion – Wie alles begann

Mit den Stricksachen hat eigentlich alles angefangen. Gegen Ende meines Studiums habe ich eineMütze gezeichnet, die meine Mutter stricken sollte.Sie hat immer erzählt, dass sie früher so viel gestrickt hätte und auf jedem zweiten Kinderfoto trage ich einen selbst gestrickten Pullover oder was anderes gestricktes. Aber ab der Zeit, an die man sich als Kind erinnern kann, hat sie nie gestrickt. Im Jahr 2000 wollte ich von ihr einen Pullover aus so einer fusseligen Wolle im „Technostyle“ gestrickt bekommen. Einen solchen hatteeine damalige Freundin von ihrer Mutter gestrickt bekommen. Also habe ich, aufgrund der

 Kinderfotos und Erzählungen, lange genervt, bis sie zugestimmt hat. In einem unter StrickerInnenbekannten Wollgeschäft in Arheilgen haben wir auch die Wolle gefunden und gekauft. In Feuerwehrrot. Sie hat begonnen, aber ich warte bis heute auf diesen Pullover. Irgendwas hat mit dem Ärmel nicht gestimmt und meine Mutter hatte auch irgendwie nicht so die Motivation, ihn zu Ende zu bringen. Nach einem Jahr hatte ich dann auch plötzlich andere Themen im Kopf, denn da kam mir schon mein heutiger Mann über den Weg und der Pulli wurde mir egal. Jahrelang lag der in einer Tüte irgendwo rum, ich denke er hat mittlerweile aber einen der Umzüge dazwischennicht überlebt. Jetzt war es aber die Mütze und ich war mir sicher, dass sie großartig werden würde. Im Winter 2009 konnte ich meine Mutter noch nicht so motivieren, auch nicht Anfang 2010. Da war meine volle Konzentration aber eh bei meiner Abschlussmodenschau und die Mütze stand hinten an. Doch als ich dann Ende Februar 2010 fertig mit dem Studium war und es immer noch super kalt war, habe ich einfach Wolle gekauft und ihr gebracht und sie gezwungen, diese Mütze zu machen. Sie hat sie dann auch gemacht und direkt der erste Prototyp ist gelungen. Also legten wir fest, dass wir zum Winter Ende 2010/Anfang 2011 Mützen machen werden. Genau die, die ich gezeichnet hatte. Und so kaufte ich Wolle in vielen Farben und meine Mutter wurde von da an wieder zur Stricksüchtigen. Wie sie es wohl auch war, als wir kleine Kinder waren.

Wir haben die Mützen, als ich dann im Oktober 2010 mein Gewerbe angemeldet hatte, online angeboten und echt ganz ordentlich verkauft. Und die Mützen haben uns viele Jahre begleitet. Seitdem sind viele neue Formen dazugekommen und jede Menge Stirnbänder und Schals und immer was anderes. Aber mit dieser einen Mütze hat eigentlich alles begonnen. Denn ich sah, dass meine Idee gut ankam. Ich konnte durch das verdiente Geld neue Projekte wagen und meine Geschäftsidee weiterentwickeln und es war und ist toll, so mit seiner Mutter zusammen zuarbeiten. Meine Mutter hat ein Talent bei sich wiederentdeckt, dass viele Jahre geschlafen hatte und es macht uns beiden bis heute großen Spaß uns neue Sachen zu überlegen, Wolle auszusuchen und die fertigen Dinge zu sehen. Im Laden oder an vorbeilaufenden Passanten, während wir im Kaffee sitzen.

Teammitglied Sabine

  • Seit wann arbeitest Du im Anziehend? Von Beginn an. Als Mutter von Kristin habe ich Ihre Idee- einen eigenen Laden, mit IHRER Mode zu eröffnen- unterstützt und tue dies bis heute sehr gerne 
  • Wie kam es dazu? Kristin hatte diese Idee schon mit Beginn Ihres Studiums als Modedesignerin und da man seine Kinder immer in allem unterstützen sollte, besonders wenn man sieht, dass dies nicht nur ein Hirngespinnst, sondern  Ihre „Berufung“ ist, stand ich von Anfang an dahinter.
  • Wie sieht ein für dich normaler Arbeitstag im Anziehend aus? Ich bin immer da, wenn ich gebraucht werde
  • Was sind deine Aufgaben im Anziehend? Überwiegend stelle ich alle Stricksachen her- die Mützen, Stirnbänder oder Schals- aber ich verkaufe auch ab und zu und erledige viele Dinge im Hintergrund, die auch erledigt werden müssen.
  • Was machst Du gerne? Stricken, das mach ich eigentlich immer…
  • Was machst Du nicht gerne? Putzen- aber das muss eben auch gemacht werden
  • Welche Ausbildung hast Du, was hast Du vorher gemacht? Oder was machst Du noch weiteres beruflich? Ich „arbeite“ ja nur nebenberuflich im Anziehend, als Frau für alle Fälle und nur zur Unterstützung für das ganze Team                                                                                                                      
  • Hast du eine besonders skurrile/lustige/verrückte Geschichte über das Anziehend parat? Es gab mal eine sehr skurile, lustige und extrem verrückte Geschichte, die war aber sowas von peinlich, dass ich sie nicht erzähen kann…hahaha                             
  • Wie würdest Du unsere Mode beschreiben? Ich finde sie einfach wunderschön, alltagstauglich, unkompliziert, sehr gut kombinierbar, modern, altersunabhängig- unsere Kundinnen sind ja von 18-80 Jahre. In meinem Schrank gibt es fast nur noch Mode aus dem Anziehend- weil es mir einfach wirklich sehr gut gefällt. 
  • Wo denkst Du sind wir bereits richtig gut? Das Anziehend mit „Mode made in Darmstadt“ ist schon wunderschön, mit einem tollen Team und toller Mode
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